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  • Geschichte der Kapelle
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  • Rettung ’42 / ’44
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Die Rettung der Rostocker Marienkirche während der Bombenangriffe 1942 und 1944 gehört zu den eindrucksvollen Beispielen von Mut und Einsatzwillen.
Obwohl große Teile der Innenstadt in Flammen standen, gelang es engagierten Bürgern, die Kirche vor der Zerstörung zu bewahren.

Eine zentrale Rolle spielten dabei der Turmdiener Friedrich Bombowski und seine Tochter Ursula:
Beim schweren Angriff am 26. April 1942 geriet die Kirche an mehreren Stellen in Brand, besonders im Turm und im Dachbereich. Bombowski und seine Tochter stiegen trotz dichter Rauchschwaden und unter Lebensgefahr hinauf, um das Feuer mit einfachen Mitteln zu bekämpfen.
Zunächst fehlte es an Wasser, doch mit Hilfe weiterer Unterstützer und schließlich der Feuerwehr konnte der Brand nach stundenlangem Einsatz gelöscht werden.

Die Kirche wurde gerettet, aber Ursula erlitt eine schwere Rauchvergiftung, an deren Folgen sie später mit nur 24 Jahren starb.

Auch beim Angriff am 24. Februar 1944 kam es zu Bränden in der Kirche, vor allem im Dachstuhl. Diesmal reagierten Bombowski und die Helfer schneller und koordinierter:
Glutnester wurden früh erkannt und gezielt bekämpft, während die Feuerwehr rascher eingreifen konnte. So gelang es erneut, eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern und die Marienkirche als einzige Rostocker Kirche der Innenstadt nahezu unversehrt zu erhalten.