Das Buntglasfenster mit dem Motiv der Auferstehung Christi wurde 1895 eingebaut. Es gehört zu den zwischen 1892 und 1904 aus der Tiroler Glasmalerei-Werkstatt Innsbruck an St. Marien gelieferten Fenstern.
Im Chorumgang bestand ein Zyklus mit Motiven aus dem Leben Jesu. Dieses Fenster stellt mit dem der rechts bzw. westlich gelegenen Kapelle (Christi Himmelfahrt) den erhaltenen Rest der Reihe dar. Nach Verlusten durch Krieg und Sprengungen nach 1945 wurden die eingelagerten Reste erst 2003 wieder aufgefunden. Mit finanzieller Unterstützung der OSPA und der Ostdeutschen Sparkassen-Stiftung wurden sie aufwendig von Fred Krönke (Dresden) restauriert und 2008 wieder eingebaut.
Das Motiv der Auferstehung, das möglicherweise für die Wahl des Standortes für das Gefallenen-Denkmal ausschlaggebend war, zeigt Christus, wie er am am Ostermorgen sein Grab in Anwesenheit eines Engels verlässt. In der Hand trägt er das symbolische „Siegesbanner“, eine Flagge mit rotem Kreuz auf weißem Grund. Besonderheiten des Motivs sind die Wachen, die nicht wie sonst betäubt dargestellt sind, sondern dem Geschehen folgen. Das Grab ist keine Felsenhöhle, sondern ein gemauertes Bauwerk.
Unterer und der oberer Abschluss des Bildes verraten die Zugehörigkeit zur Neugotik:
Über dem Jesus-Wort „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ sind durch Fenster gegliederte Kirchenwände dargestellt, man könnte auch Grabkapellen sowie Blumen als Auferstehungssymbole lesen. Als Bekrönung erhebt sich farbenfroh ein sogenannter Wimperg mit Laterne, ein typisches Bauelement des Mittelalters.
